Wintertauchplatz mit Strömung
Der Tauchplatz Konstanz – Seerhein unterscheidet sich deutlich von den meisten Tauchplätzen im Bodensee. Statt eines klassischen Tauchgangs entlang einer Halde oder Steilwand steht hier das Tauchen in der Strömung im Vordergrund.
Mit einer Tiefe von etwa 15 Metern spielt die Tiefe dabei eine eher untergeordnete Rolle. Rein vom Tiefenprofil her wäre der Tauchplatz grundsätzlich auch für weniger erfahrene Taucher geeignet. Die eigentlichen Herausforderungen liegen jedoch in der Strömung, den kalten Wassertemperaturen während der Wintermonate, sowie der besonderen Tauchgangsplanung. Der Tauchgang erfolgt überwiegend als One-Way-Tauchgang mit getrenntem Ein- und Ausstieg. Für Tauchgänge im Seerhein ist ein geeignetes Begleitboot mit Taucherflagge vorgeschrieben. Eine Oberflächenboje erhöht die Sichtbarkeit zusätzlich und wird daher empfohlen.
Da Ein- und Ausstieg auseinanderliegen können, sollte die An- und Abreise bereits vor dem Tauchgang geplant werden. Bewährt haben sich zwei Fahrzeuge oder ein Fahrer, der das Fahrzeug vom Einstieg zum Ausstieg bringt. Im Rahmen eines geführten Tauchgangs kümmern wir uns um die Organisation vor Ort und sorgen für angenehme Abläufe.
Das Tauchen im Seerhein ist ausschließlich während der Winterpause der Schifffahrt gestattet. In der Regel umfasst dieser Zeitraum den 1. November bis 15. März. Voraussetzung ist, dass kein Schiffsverkehr stattfindet. Bitte beachte hierzu die aktuellen Fahrpläne der Bodenseeschifffahrt.
Für Tauchgänge im Seerhein ist ein geeignetes Begleitboot mit Taucherflagge vorgeschrieben. Das Mitführen einer Oberflächenboje wird zusätzlich empfohlen.
Weitere Informationen zum Wintertauchen und den Regelungen zu den Wintertauchplätzen im Bodensee.
Der Seerhein verbindet Obersee und Untersee und erstreckt sich zwischen Konstanz und dem Untersee über rund vier Kilometer. Je nach Abschnitt ist er etwa 100 bis 500 Meter breit und erreicht Tiefen von bis zu rund 25 Metern.
Am eigentlichen Tauchplatz Konstanz Seerhein spielt die Tiefe jedoch eine untergeordnete Rolle. Die Tauchgänge finden meist zwischen 5 und 15 Metern statt.
Entscheidend sind hier nicht große Tiefen, sondern die Strömung, die Sichtverhältnisse, die kalten Wassertemperaturen während der Wintermonate sowie das besondere Erlebnis eines One-Way-Tauchgangs. Dadurch unterscheidet sich der Seerhein deutlich von den meisten anderen Tauchplätzen im Bodensee.
Der Tauchplatz Konstanz – Seerhein erstreckt sich zwischen der Alten Rheinbrücke und der Schänzlebrücke in Konstanz. Da der Tauchgang meist als Strömungstauchen durchgeführt wird, liegen Ein- und Ausstieg in der Regel an unterschiedlichen Stellen. Zwischen der Alten Rheinbrücke und der Schänzlebrücke liegen knapp 1,5 Kilometer. Der Ablauf vor und nach dem Tauchgang sollte daher bereits im Vorfeld geplant und abgestimmt werden. Bewährt haben sich zwei Fahrzeuge oder ein Fahrer, der das Fahrzeug vom Einstieg zum Ausstieg bringt. Die nachfolgenden Parkmöglichkeiten beziehen sich auf unseren empfohlenen Ein- und Ausstieg. Je nach Wasserstand, Strömung und geplanter Tauchstrecke können jedoch auch andere Parkplätze und Zugänge entlang des Seerheins sinnvoll sein.
Parkmöglichkeiten am empfohlenen Einstieg
an der Alten Rheinbrücke
Seestraße
78464 Konstanz
Entlang der Seestraße stehen gebührenpflichtige Parkplätze unmittelbar am Ufer zur Verfügung.
Parkmöglichkeiten am empfohlenen Ausstieg
unter der Schänzlebrücke, auch Neue Rheinbrücke oder Europabrücke genannt
Parkplatz unter der Schänzlebrücke, Zufahrt über die
Gartenstraße
D-78462 Konstanz
Unterhalb der Schänzlebrücke befinden sich gebührenpflichtige Parkplätze neben der Schänzle-Sporthalle und nur wenige Meter vom Seerhein entfernt.


Öffentliche Toiletten befinden sich sowohl an der Alten Rheinbrücke als auch an der Schänzlebrücke. Leider sind diese gerade während der Wintermonate meist geschlossen. Auch Sauberkeit und Zustand der Anlagen entsprechen nicht immer den Erwartungen. Wer vor oder nach dem Tauchgang auf sanitäre Einrichtungen angewiesen ist, sollte dies bei der Planung berücksichtigen.

Anders als an den meisten Tauchplätzen im Bodensee existiert am Seerhein kein festgelegter Ein- und Ausstieg. Je nach Wasserstand, Strömung und geplanter Tauchstrecke kommen verschiedene Uferabschnitte infrage. Die vorgeschlagene Strecke zwischen der Alten Rheinbrücke und der Schänzlebrücke stellt eine Variante mit rund 1,5 Kilometern dar. Entlang des Seerheins bestehen jedoch zahlreiche weitere Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten. Dadurch kann die Strecke flexibel an die Bedingungen angepasst und der Tauchgang bei Bedarf jederzeit beendet werden.
Der empfohlene Einstieg erfolgt an der Alten Rheinbrücke über die Steintreppen am rechten Ufer in Fließrichtung des Seerheins. Von hier beginnt der Tauchgang flussabwärts Richtung Schänzlebrücke. Die Strömung übernimmt dabei einen Großteil der Fortbewegung, sodass der Tauchgang entspannt entlang des Seerheins durchgeführt werden kann.
Der Tauchgang beginnt an der Alten Rheinbrücke. Nach dem Einstieg über die Steintreppen lässt du dich mit der Strömung flussabwärts Richtung Schänzlebrücke treiben.
Grundsätzlich kann sowohl im tieferen Flussbett als auch im flacheren Uferbereich getaucht werden. Je nach Wasserstand und Strömungsverhältnissen unterscheiden sich Strömungsgeschwindigkeit, Sichtverhältnisse und die beobachtbare Unterwasserwelt teilweise deutlich.
Der Seerhein bietet eine für den Bodensee ungewöhnliche Mischung aus Flusstauchen und Fischbeobachtung. Besonders entlang der flacheren Uferbereiche finden sich ausgedehnte Seegrasfelder, in denen regelmäßig Barsche, Hechte, Aale und mit etwas Glück auch Welse anzutreffen sind.
Nach etwa 45 bis 60 Minuten erreicht man, abhängig von Strömung, Wasserstand und Tauchprofil, den Bereich der Schänzlebrücke. Die beleuchteten Brückenbauwerke und Uferbereiche sind bereits aus einiger Entfernung sichtbar und dienen als gute Orientierung für den Ausstieg am linken Ufer in Fließrichtung des Seerheins.
Besonders reizvoll sind Tauchgänge in der Dämmerung oder während der Dunkelheit. Da der Seerhein ausschließlich während der Wintermonate betaucht werden darf, fallen viele Tauchgänge ohnehin in die frühen Abendstunden. Mit etwas Glück lassen sich dabei nachtaktive Fische und andere Wasserbewohner beobachten, die tagsüber nur selten zu sehen sind.
Informationen zu Sichtweiten, Wassertemperaturen und den besten Jahreszeiten zum Tauchen im Bodensee haben wir hier zusammengefasst.
Mit einer Länge von gut 4 Kilometern ist der Seerhein der kürzeste Abschnitt des insgesamt über 1.200 Kilometer langen Rheins. Er verbindet den Obersee mit dem Untersee und beginnt an der Alten Rheinbrücke in Konstanz, wo der Konstanzer Trichter in den Seerhein übergeht. Beim Chöpfli auf Höhe des Triboltinger Bohls, der viertgrößten Insel des Bodensees, geht der Seerhein schließlich in den Untersee über.
Der Wasserspiegel des Untersees liegt durchschnittlich etwa 20 Zentimeter tiefer als der des Obersees. Dieser geringe Höhenunterschied reicht aus, um dauerhaft Wasser vom Obersee in den Untersee fließen zu lassen und die für den Tauchplatz typische Strömung zu erzeugen. Je nach Wasserstand und Zuflüssen kann die Strömung unterschiedlich stark ausfallen.
Der Seerhein ist je nach Abschnitt zwischen 100 und 500 Meter breit und erreicht Tiefen von etwa 7 bis 25 Metern. Dadurch wirkt er vielerorts eher wie ein schmaler See als wie ein klassischer Fluss. Gerade diese Kombination aus Fluss und See macht den Tauchplatz im Bodensee einzigartig.
Wenige wissen, dass die Kilometrierung des Rheins nicht an seiner Quelle in den Alpen beginnt, sondern erst in Konstanz. Direkt an der Alten Rheinbrücke, also am empfohlenen Einstieg dieses Tauchplatzes, befindet sich Rheinkilometer 0.
Von hier werden alle Entfernungen entlang des Rheins bis zur Nordsee gemessen. Die Fuß- und Radwegbrücke liegt beispielsweise bei Rheinkilometer 0,4, die Schänzlebrücke und damit der in dieser Beschreibung empfohlene Ausstieg bei Rheinkilometer 1,8. Der Hochrhein beginnt bei Stein am Rhein am westlichen Ende des Untersees. Dort befindet sich Rheinkilometer 25,45.
Der Alpenrhein von seiner Quelle in den Alpen bis zur Mündung in den Bodensee wird bei der Rheinkilometrierung nicht berücksichtigt. Allein dieser Flussabschnitt ist bereits rund 90 Kilometer lang und durchfließt das gesamte Alpenrheintal von Reichenau bis zum Bodensee.
Im westlichen Bereich des Seerheins verläuft die Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz mitten durch den Fluss. Der hier beschriebene Tauchplatz befindet sich jedoch vollständig auf Konstanzer Stadtgebiet. Sowohl das Nordufer als auch das Südufer liegen in diesem Bereich noch in Deutschland. Erst weiter flussabwärts, nach der Mündung des Grenzbachs am linken Ufer in Fließrichtung, erreicht der Seerhein die Schweiz. Von dort verläuft die Grenze mitten durch den Seerhein.
Folgt man dem Fluss weiter Richtung Untersee, liegen am linken Ufer die Schweizer Gemeinden Tägerwilen und Gottlieben mit dem Tauchplatz Gottlieben – Zollboothaus. Am rechten Ufer erstreckt sich das Wollmatinger Ried, das größte Naturschutzgebiet am deutschen Bodenseeufer. Da das Gebiet dem Schutz von Tieren und Lebensräumen dient, befinden sich entlang dieses Uferabschnitts keine Tauchplätze.
Der heutige Seerhein entstand erst nach der letzten Eiszeit. Damals lag der Wasserspiegel des Bodensees deutlich höher als heute. Erst als der See im Laufe der Jahrtausende um etwa zehn Meter absank, wurden Obersee und Untersee getrennt und der Seerhein entstand als Verbindung zwischen beiden Gewässern.

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