Steilwand für Open Water Diver und erfahrene Taucher
Der Tauchplatz eignet sich sowohl für Open Water Diver als auch für erfahrene Taucher und lässt sich
ausschließlich mit dem Boot erreichen. Da sich die Steilwand von der Wasseroberfläche bis in Tiefen von rund 40 Metern erstreckt, können Tauchgänge nahezu in jeder Tiefe durchgeführt werden. Für einen abwechslungsreichen Tauchgang sind dabei keine größeren Tiefen erforderlich. Steilwanderfahrung und eine gute Tarierung entlang der Wand sind dabei wichtiger als die tatsächlich erreichte Tiefe.
Die Steilwand der Marienschlucht beginnt je nach Wasserstand bereits an der Wasseroberfläche beziehungsweise in Stehtiefe und fällt stufenweise bis auf etwa 40 Meter Tiefe ab. Anschließend geht sie in eine steile Halde über, die weiter in die Tiefe des Überlinger Sees führt.
Die eigentlichen Highlights des Tauchplatzes befinden sich entlang der Steilwand. Tiefere Tauchgänge sind zwar möglich, bieten jedoch meist keinen nennenswerten Mehrwert, da unterhalb der Wand überwiegend eine steile Sandhalde folgt.
Der Tauchplatz ist nur mit dem Boot erreichbar und liegt zwischen Bodman und Wallhausen auf der Halbinsel Bodanrück direkt am Überlinger See. Wir empfehlen den Hafen Wallhausen als Ausgangspunkt für die Anfahrt, da die Marienschlucht von dort in wenigen Minuten erreichbar ist.
Wir bieten Ausfahrten zur Marienschlucht für Gruppen zwischen fünf und zehn Personen, Buddyteams und einzelne Taucher an. Neben Gruppenausfahrten sind auch individuelle und begleitete Tauchgänge möglich.
Ihr seid als Tauchverein, Tauchschule oder bestehende Gruppe unterwegs und möchtet einen individuellen Termin zur Marienschlucht vereinbaren? Meldet euch gerne bei uns.
Du möchtest die Steilwand als Buddyteam oder einzelner Taucher erkunden und dabei von einem ortskundigen, erfahrenen Taucher begleitet werden? Gerne begleiten wir den Tauchgang, auf Wunsch auch mit Unterwasseraufnahmen.
Fragen zur Bootsausfahrt oder Interesse an einem individuellen Termin? Kontaktiere uns gerne per E‑Mail.
Viele Taucher sprechen von der „Marienschlucht“, wenn sie eigentlich die bekannte Steilwand zwischen Katharinenbach und Teufelstisch meinen. Die eigentliche Marienschlucht, eines der bekanntesten Ausflugsziele am Bodensee, liegt jedoch weiter westlich. Wer dort unter Wasser eine Fortsetzung der Schlucht als Klamm, Canyon oder spektakuläre Steilwand erwartet, wird überrascht sein, denn hier prägt überwiegend eine Halde den Unterwasserbereich.
Die für Taucher interessante Steilwand beginnt östlich der Marienschlucht im Bereich des Katharinenbachs. Hier befindet sich einer der bekanntesten und eindrucksvollsten Steilwandtauchplätze des Bodensees.
Unsere Empfehlung ist daher, den Tauchgang im Bereich des Katharinenbachs zu beginnen und entlang der Steilwand Richtung Osten, also in Richtung Teufelstisch, zu tauchen. Zwischen dem Katharinenbach und dem Beginn der Tauchverbotszone am Teufelstisch liegen rund 1,5 Kilometer Steilwand. Dadurch steht in der Regel ausreichend Strecke für einen abwechslungsreichen Tauchgang zur Verfügung, ohne in den Bereich zu gelangen, der nur mit einer entsprechenden Sondergenehmigung betaucht werden darf.
Wer in Hinblick auf die Tauchverbotszone "doppelt" auf Nummer sicher gehen möchte, lässt sich alternativ mindestens 300 Meter westlich des Teufelstischs absetzen und taucht entlang der Steilwand in Richtung Marienschlucht.
Am Teufelstisch selbst besteht Tauchverbot. Dieses umfasst zusätzlich einen Bereich von 300 Metern nördlich und nordwestlich sowie 500 Metern östlich und südöstlich des Seezeichens 22. Für Tauchgänge an der Marienschlucht ist dabei insbesondere die 300-Meter-Zone westlich des Teufelstischs in Richtung Bodman relevant. Dort befinden sich auch die bekannten Wulf-Werner-Höhlen, die daher nur mit einer entsprechenden Sondergenehmigung betaucht werden dürfen. Verstöße können mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden und die Wasserschutzpolizei führt hier regelmäßig Kontrollen durch.
Die Steilwand fällt bereits in geringer Tiefe stufenweise bis auf rund 40 Meter ab. Zahlreiche Nischen, Spalten und kleine Überhänge durchziehen die von Muscheln bewachsene Felswand und bieten Aalen, Trüschen und anderen Seebewohnern ideale Verstecke.
Unterhalb von etwa 40 Metern geht die Wand in eine steile Sandhalde über, die weiter in die Tiefe des Überlinger Sees führt. Die eigentlichen Highlights des Tauchplatzes befinden sich jedoch entlang der Wandstruktur mit ihren abwechslungsreichen Felsformationen, Nischen und Überhängen. Tiefere Tauchgänge sind zwar möglich, bieten jedoch meist keinen nennenswerten Mehrwert, da unterhalb der Wand überwiegend eine steile Sandhalde folgt.
Da die Steilwand über eine Länge von rund 1,5 Kilometern verläuft und am besten mit dem Boot erreichbar ist, eignet sich der Tauchplatz ideal für One-Way-Tauchgänge. Statt zum Einstieg zurücktauchen zu müssen, kannst du die Wand bequem in eine Richtung betauchen.
Nach dem Tauchgang steigst du einfach wieder ins Boot. Dadurch bleibt mehr Zeit für das, weshalb du hier bist: die beeindruckende Steilwand der Marienschlucht zu erkunden, ohne denselben Weg erneut zurücklegen zu müssen. Statt umzudrehen und zum Einstieg zurückzutauchen, kannst du die gesamte Tauchzeit entlang der Steilwand verbringen und ihre beeindruckende Ausdehnung und Vielfalt entdecken.
Die Sichtverhältnisse sind stark von Wetter und Niederschlägen abhängig. Nach Regenfällen können Trübstoffe aus den umliegenden Hängen und Bächen in den See gelangen und die Sicht deutlich reduzieren. Informationen zu Sichtweiten, Wassertemperaturen und den besten Jahreszeiten zum Tauchen im Bodensee haben wir hier zusammengefasst.
Die Marienschlucht zählt zu den bekanntesten Naturattraktionen am Bodensee. Tiefe Felsen, steile Wände und ein kleiner Bachlauf mit Wasserfall prägen die eindrucksvolle Schlucht am Bodanrück. Bereits im 19. Jahrhundert führte eine Treppenanlage Besucher durch die Schlucht bis hinunter zum Seeufer. Mit dem Bau eines Bootsstegs im Jahr 1897 war die Marienschlucht zusätzlich auch vom Wasser aus erreichbar. Im selben Jahr erhielt sie nach einer Verlobung den Namen „Mariaschlucht“. Seit der Anbringung eines Marienreliefs am Eingang der Schlucht im Jahr 1986 trägt sie offiziell den Namen Marienschlucht.
Im Mai 2015 kam es nach tagelangen Starkregenfällen mit rund 135 Litern Niederschlag pro Quadratmeter zu einem schweren Erdrutsch. An einem bis dahin unauffälligen Südhang löste sich auf einer Breite von etwa 10 bis 15 Metern und einer Länge von rund 45 Metern ein Hangrutsch. Rund 100 Tonnen Erdreich, Gestein und Bäume stürzten auf den damaligen Holzsteg und zerstörten einen rund 50 Meter langen Abschnitt vollständig. Dabei wurde eine 72-jährige Wanderin verschüttet und tödlich verletzt, ihr 74-jähriger Begleiter erlitt schwere Verletzungen. Die Marienschlucht musste daraufhin aus Sicherheitsgründen vollständig gesperrt werden.
Über viele Jahre war unklar, ob und in welcher Form die Marienschlucht wieder zugänglich gemacht werden kann. Erst nach umfangreichen geologischen Untersuchungen, Planungen und Sicherungsmaßnahmen wurde ein neues Konzept umgesetzt.
Seit März 2026 können Besucher die Marienschlucht nach fast elf Jahren wieder erleben. Ein neuer Panoramasteg mit mehr als 280 Stufen, fünf Aussichtspunkten und rund 56 Höhenmetern eröffnet heute völlig neue Perspektiven auf die Schlucht und den Überlinger See. Wo früher eine Holzsteganlage direkt über dem Bach am Grund der Schlucht verlief, führt heute ein rund 300 Meter langer Panoramasteg aus 88 Tonnen Stahl in etwa zehn Metern Höhe durch die Marienschlucht. Die Schlucht selbst ist ein lebendiger Naturraum, der sich durch Wind, Regen, Frost und Wasser ständig verändert. Deshalb wurde die neue Steganlage bewusst vom Hang abgerückt errichtet. Sensoren überwachen mögliche Felsbewegungen, während die steilen Felswände gleichzeitig wertvollen Lebensraum für Tiere wie den Wanderfalken bieten.
Ergänzt wird das Naturerlebnis durch einen Informationspfad mit spannenden Details zu Natur, Geologie und Geschichte der Marienschlucht. An neun Stationen zwischen Bodman und Wallhausen laden Informationstafeln zum Entdecken ein.
Für Kinder gibt es zusätzlich einen Juniorpfad mit dem Wanderfalken „Falko“ und passenden Rätselaufgaben an jeder Station.

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