Tauchen im Bodensee

Tauchen im Bodensee

Faszinierende Tauchplätze, vielseitige Bedingungen und unvergessliche Erlebnisse unter Wasser

Der Bodensee ist der drittgrößte See Mitteleuropas und eines der vielseitigsten Tauchgewässer in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er verbindet Natur, Geschichte und besondere Unterwasserlandschaften auf einzigartige Weise.


Kaum ein Gewässer in Deutschland bietet eine vergleichbare Bandbreite an Tauchmöglichkeiten. Vom entspannten Flachwassertauchgang über wenig bekannte Relikte wie die Torpedoversuchsanlage bis hin zu anspruchsvollen Steilwänden, historisch wertvollen Wracks und größeren Tiefen bietet der Bodensee für jeden Taucher die passenden Möglichkeiten. Auch Einsteiger finden hier geeignete Bedingungen und können sicher erste Erfahrungen im Wasser sammeln.

Für fortgeschrittene Taucher machen steil abfallende Ufer, Wracks, Kaltwasserbedingungen und wechselnde Sichtverhältnisse jeden Tauchgang besonders. Gleichzeitig erfordern diese Bedingungen Erfahrung, gute Planung und die passende Ausrüstung.


Ob du den Bodensee erstmals erleben, sicher begleitet tauchen oder gezielt Erfahrung im Kaltwasser sammeln möchtest: Hier findest du die wichtigsten Informationen, Tauchplätze und Angebote rund um das Tauchen im Bodensee.

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Die schönsten Tauchplätze rund um den Bodensee vom flachen Einstiegsplatz für Anfänger bis hin zum anspruchsvollen Wracktauchgang für Fortgeschrittene. Mit Informationen zu Lage, Zugang und Highlights unter Wasser.


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Warum Tauchen im Bodensee so besonders ist

Der Bodensee bietet Tauchgänge, die sich deutlich von vielen anderen Gewässern unterscheiden. Statt tropischer Farben stehen hier gute Sichtweiten, abwechslungsreiche Unterwasserlandschaften, die Alpenkulisse, große Tiefen sowie Ruhe und Atmosphäre im Vordergrund. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Besondere direkt vor der Haustür liegt.


Unter Wasser erwarten dich:

  • flach abfallende Halden mit schönem Bewuchs und Fischbestand mit Barschen, Hechten und mehr
  • steil abfallende Ufer und beeindruckende Steilwände
  • Wracks wie die Jura, eines der schönsten Süßwasserwracks Europas
  • Relikte mit Geschichte wie versunkene Hafenanlagen und die Torpedoversuchsanlage
  • besondere Tauchziele, die aufgrund ihrer Anforderungen und Regelungen nur eingeschränkt zugänglich sind, wie der Teufelstisch

  • ausgeprägte Sprungschichten und typische Kaltwasserbedingungen
  • eine besondere Lichtstimmung je nach Tiefe und Jahreszeit

Viele Tauchplätze wirken auf den ersten Blick unscheinbar, entfalten aber unter Wasser ihren ganz eigenen Charakter. Genau das macht das Tauchen im Bodensee für viele Taucher so reizvoll. Mit zunehmender Erfahrung eröffnen sich immer neue Möglichkeiten und Perspektiven, die diesen See zu einem langfristig spannenden und vielseitigen Tauchgewässer machen.

Besonderheiten beim Tauchen im Bodensee

Das Tauchen im Bodensee unterscheidet sich in einigen Punkten deutlich von vielen anderen Tauchgewässern. Wer die Bedingungen kennt, kann seine Tauchgänge besser planen und sicher durchführen.

Temperatur und Kaltwasserbedingungen

Der Bodensee zeigt im Jahresverlauf deutliche Temperaturunterschiede. Während sich das Wasser im Sommer an der Oberfläche auf bis zu etwa 20 bis 25 °C erwärmen kann, bleibt das Tiefenwasser ganzjährig nahezu konstant bei etwa 4 °C.


Aktuelle Messwerte beziehen sich in der Regel auf die Oberfläche oder geringe Tiefen von wenigen Metern. Für Taucher dienen diese daher nur als grober Anhaltspunkt, da Tauchgänge meist in deutlich kälteren Wasserschichten stattfinden.


Für Taucher ist daher nicht die Oberflächentemperatur entscheidend, sondern vor allem, dass die Temperaturen mit zunehmender Tiefe schnell abfallen. Bereits ab etwa 10 Metern liegen sie häufig nur noch im Bereich von etwa 4 bis 6 °C.


Im Frühjahr und Herbst ist der See in vielen Bereichen weitgehend durchmischt, sodass sich die Temperatur angleicht. Im Winter liegt sie in weiten Teilen des Sees nahezu konstant bei etwa 4 °C.


Der Bodensee bleibt damit ganzjährig ein Kaltwassergewässer. Für Tauchgänge im Bodensee wird eine kaltwassertaugliche Ausrüstung empfohlen. Dazu gehören neben einem entsprechend dicken Neoprenanzug oder einem Trockentauchanzug auch Kopfhaube, Handschuhe und Füßlinge. Ebenso sollten geeignete Atemregler für Kaltwasser verwendet werden. Diese sind speziell für niedrige Temperaturen konstruiert und reduzieren das Risiko eines Vereisens. Bei sehr kaltem Wasser kann es dennoch zu einem Vereisen des Atemreglers kommen. Dabei kann es zu unkontrolliertem Luftaustritt kommen, was den Luftverbrauch deutlich erhöht. Eine passende Konfiguration mit zwei getrennten Atemreglern erhöht hier die Sicherheit deutlich.

Sprungschichten im Bodensee

Im Bodensee verändert sich die Temperatur nicht nur mit der Tiefe, sondern auch im Jahresverlauf. Besonders im Sommer bildet sich dabei eine sogenannte Sprungschicht.


Diese entsteht, weil sich das Oberflächenwasser stark erwärmt, während das Tiefenwasser dauerhaft kalt bleibt. Zwischen diesen beiden Bereichen liegt eine relativ dünne Zone, in der die Temperatur innerhalb weniger Meter stark abfällt. Genau dieser Bereich wird als Sprungschicht bezeichnet.


Für Taucher ist das deutlich spürbar: Beim Abtauchen kann es vorkommen, dass man innerhalb kurzer Zeit von warmem in deutlich kälteres Wasser wechselt. Die Lage und Ausprägung dieser Schicht sind abhängig von Jahreszeit und Wetter.


Unterhalb der Sprungschicht bleibt das Wasser meist konstant kalt bei etwa 4 °C. Oberhalb davon kann sich die Temperatur je nach Sonneneinstrahlung und Wetter deutlich verändern.


Im Frühjahr und Herbst wird diese Schichtung wieder aufgelöst. Durch Wind und Temperaturausgleich vermischt sich das Wasser meist im gesamten See. Dabei gelangt sauerstoffreiches Oberflächenwasser in die Tiefe, während Nährstoffe aus den unteren Schichten nach oben transportiert werden. Dieser Austausch ist eine wichtige Grundlage für das ökologische Gleichgewicht im Bodensee.

Sichtweiten im Bodensee

Die Sichtweiten im Bodensee können stark variieren und gehören zu den Faktoren, die einen Tauchgang maßgeblich beeinflussen. Sie sind abhängig von Jahreszeit, Wetter, Tiefe und dem jeweiligen Tauchplatz.


In den Wintermonaten sowie im frühen Frühjahr sind die Sichtweiten am besten. Durch die geringe biologische Aktivität und die Durchmischung des Wassers kann das Wasser in dieser Zeit besonders klar sein.


Im Laufe des Frühjahrs und im Sommer nimmt die Sicht in vielen Bereichen ab. Verantwortlich dafür sind unter anderem Algenwachstum, Schwebstoffe und Zuflüsse, die insbesondere nach Regenfällen zusätzliche Partikel in den See eintragen.


Gleichzeitig gilt: Mit zunehmender Tiefe wird das Wasser oft wieder klarer. Während es im Flachwasserbereich durch Pflanzen, Sediment und Bewegung schnell trüb werden kann, sind tiefere Bereiche meist deutlich ruhiger und bieten bessere Sichtverhältnisse.


Auch der Tauchplatz selbst spielt eine große Rolle. Geschützte Bereiche, senkrecht abfallende Steilwände oder Plätze mit wenig Sediment bieten oft bessere Bedingungen als flache Halden oder stark frequentierte Uferzonen. An stark genutzten Tauchplätzen tragen zudem auch Taucher selbst sehr stark zur Trübung bei, weil feines Sediment aufgewirbelt wird. Wer seine Tarierung, den Trim und die Flossenschlagtechniken gezielt verbessern möchte, kann dies im Spezialkurs Perfekte Tarierung trainieren.

Wetter und Bodenseeklima

Der Bodensee ist für sein vergleichsweise mildes Klima bekannt. Durch die große Wassermenge wirkt er temperaturausgleichend und beeinflusst das Wetter in der gesamten Region. Der See wirkt dabei wie ein natürlicher Wärmespeicher: Im Sommer kühlt er, im Winter wärmt er die Umgebung. Man spricht daher auch vom sogenannten Bodenseeklima.


Für Taucher ist weniger das allgemeine Klima entscheidend, sondern vor allem die aktuelle Wetterlage. Wind, Niederschlag und Zuflüsse haben direkten Einfluss auf die Bedingungen im und am Wasser. Bereits mäßiger Wind kann Wellen erzeugen, die Ein- und Ausstiege erschweren und die Sicht unter Wasser beeinträchtigen. Nach Regenfällen verschlechtert sich die Sicht zusätzlich durch Schwebstoffe, die über Zuflüsse in den See gelangen.

Typisch für den Bodensee sind zudem schnelle Wetterwechsel. Besonders im Zusammenspiel mit den Alpen können sich Wetterlagen innerhalb kurzer Zeit verändern.


Die Sommermonate sind meist warm und sonnig, mit Temperaturen zwischen etwa 20 und 25 °C. Gleichzeitig kann es durch die hohe Luftfeuchtigkeit auch zu schwülen Bedingungen kommen. Für Taucher bedeutet das: angenehme Bedingungen an Land, aber nicht zwangsläufig ruhige Verhältnisse auf dem Wasser.


Im Frühjahr und Herbst ist das Wetter wechselhafter. Schnelle Wetterumschwünge sind typisch, mit einer Mischung aus sonnigen Phasen und unbeständigeren Abschnitten. Gerade bei wechselhaften Bedingungen sollten Tauchgänge flexibel geplant und im Zweifel angepasst werden. Im Winter ist es deutlich kälter, häufig zwischen 0 und 5 °C. Nebel kann auftreten und die Sicht an Land einschränken. Unter Wasser sind die Bedingungen hingegen oft ruhig und klar. 

Pegel und Wasserstand

Der Wasserstand des Bodensees schwankt im Jahresverlauf deutlich und hat direkten Einfluss auf Tauchplätze, Einstiege und Tiefenangaben.


Der Konstanzer Normalpegel liegt bei etwa 250 cm auf einer Höhe von 391,89 m über dem Meeresspiegel. Je nach Jahreszeit kann der Wasserstand um mehr als zwei Meter variieren.


Typischerweise ist der Wasserstand im Winter am niedrigsten. Mit der Schneeschmelze in den Alpen und vermehrten Niederschlägen steigt er im Frühjahr und Frühsommer kontinuierlich an und erreicht häufig im Sommer seinen Höchststand.


    Für Taucher bedeutet das: Tiefenangaben und bekannte Orientierungspunkte können sich je nach Wasserstand verschieben. Ein Einstieg, der im Sommer direkt ins Wasser führt, kann im Winter deutlich flacher sein, sodass zunächst ein Stück im Flachwasserbereich zurückgelegt werden muss. Gerade vor Tauchgängen lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Pegel und Zuflüsse.

    Tiefe und Orientierung

    Der Bodensee ist in vielen Bereichen deutlich tiefer, als es auf den ersten Blick wirkt. Zahlreiche Tauchplätze fallen bereits nach kurzer Distanz vom Ufer schnell in größere Tiefen ab, insbesondere im Überlinger See.

    Überblick der Seeteile:

    • Überlinger See: häufig steil und tief
    • Obersee: unterschiedlich ausgeprägt
    • Untersee: überwiegend flach

    Für Taucher bedeutet das: Die geplante Tiefe kann schneller erreicht werden als erwartet. Eine gute Tarierung, Orientierung und Tauchgangsplanung sind daher besonders wichtig.


    Typisch für den Bodensee ist ein stufenartiger Aufbau des Seegrunds. Vom flachen Uferbereich geht es zunächst in leicht abfallende Zonen über, bevor steilere Bereiche folgen, die teilweise in größere Tiefen führen.

    Gleichzeitig gibt es auch strukturschwache Bereiche, in denen Orientierungspunkte fehlen können. In Kombination mit eingeschränkter Sicht kann dies die Navigation unter Wasser erschweren.


    Feine Sedimente am Seegrund können zudem leicht aufgewirbelt werden und die Sicht zusätzlich beeinflussen.


    Topografie und Tiefenbereiche

    Der Seegrund des Bodensees ist in verschiedene Bereiche gegliedert, die vom Ufer bis in große Tiefen verlaufen. Diese Einteilung hilft, das Gelände unter Wasser besser zu verstehen und Tauchgänge sicher zu planen. Vom Ufer aus beginnt der Hang. Dieser flache Bereich reicht je nach Wasserstand bis in etwa 3 bis 5 Meter Tiefe und kann im Winter teilweise trockenfallen. Darauf folgt ein flacher Abschnitt, der als Wysse bezeichnet wird. Hier wird feines Sediment durch Wellengang aufgewirbelt, was häufig zu einer trüberen, weißlichen Sicht führt.

    Mit zunehmender Tiefe geht dieser Bereich in die Halde über. Dieser Abschnitt ist oft deutlich steiler und fällt teilweise schnell in größere Tiefen ab. Darunter folgen weitere Tiefenzonen, die im technischen Tauchen eine Rolle spielen und Tiefen von deutlich über 100 Metern erreichen können.

    Wer diese Besonderheiten kennt und berücksichtigt, wird im Bodensee mit abwechslungsreichen und sicheren Tauchgängen belohnt und kann das Tauchgewässer in seiner ganzen Vielfalt erleben.

    Tauchen im Bodensee im Jahresverlauf

    Der Bodensee verändert sich im Laufe des Jahres deutlich. Sichtweiten, Temperaturen und Bedingungen unterscheiden sich je nach Jahreszeit und haben direkten Einfluss auf das Taucherlebnis.

    Tauchen im Frühling am Bodensee

    Der Frühling im Bodensee reicht etwa von Mitte März bis Mitte Juni und markiert den Übergang vom Winter in die neue Tauchsaison. Die Natur erwacht, Obstbäume blühen und an Land herrschen zunehmend angenehme Temperaturen.


    Zu Beginn des Frühjahrs ist das Wasser weiterhin sehr kalt und erwärmt sich nur langsam an der Oberfläche. Dadurch sind die Sichtweiten häufig noch gut. Eine ausgeprägte Sprungschicht bildet sich meist erst später im Jahr.


    Mit steigenden Temperaturen beginnt das Wachstum der Unterwasserpflanzen, was besonders im flachen Uferbereich gut zu beobachten ist. Gleichzeitig werden Fische und andere Seebewohner wieder aktiv.


    Im Frühjahr kommt es zudem zur Durchmischung des Wassers, was Einfluss auf Temperaturverteilung und Sichtweiten hat. Diese können im Verlauf der Saison schwanken. Anfangs kann Schmelzwasser aus den Alpen durch eingetragene Schwebstoffe die Sicht beeinträchtigen, bevor sie sich bei stabileren Bedingungen oft wieder verbessert.


    Durch Schneeschmelze und Niederschläge steigt der Wasserstand des Bodensees im Frühjahr und Frühsommer deutlich an. Das kann sich je nach Tauchplatz auf Einstieg, Orientierung und Bedingungen unter Wasser auswirken.


    Mit dem Frühling startet auch die Schifffahrtssaison. Viele Boote werden zu Wasser gelassen, häufig über Slipanlagen, und der Verkehr auf dem See nimmt spürbar zu. Dadurch kann es an einzelnen Tauchplätzen zu Einschränkungen kommen, die bei der Planung berücksichtigt werden sollten.


    Im Vergleich zum Sommer ist die Region insgesamt noch ruhiger. Es gibt weniger Touristen und deutlich weniger Badegäste und Schwimmer, und auch der Wassersport ist noch eingeschränkt.


    Der Frühling ist ideal für Taucher, die im Winter eine Pause eingelegt haben und nun wieder in die Saison starten möchten. Gleichzeitig wird diese Zeit besonders für Taucher ohne Trockentauchanzug interessant, da die Temperaturen langsam steigen und die Bedingungen über Wasser deutlich angenehmer werden.


    Ab etwa Ostern beginnt für viele unserer Tauchschüler die Saison mit Schnuppertauchgängen und Anfängerkursen im Bodensee. Die Bedingungen sind hervorragend und die Saison startet ruhig, ohne den Trubel des Sommers.

    Tauchen im Sommer am Bodensee

    Von Ende Juni bis Anfang September ist die klassische Hauptsaison am Bodensee und besonders für Einsteiger und alle geeignet, die das Tauchen entspannt erleben möchten. Die Temperaturen sind sowohl an Land als auch im Wasser am angenehmsten und erlauben entspannte Tauchgänge.


    Im oberen Bereich kann das Wasser deutlich wärmer sein, während es bereits wenige Meter darunter spürbar kälter wird. Durch die ausgeprägte Sprungschicht entstehen große Temperaturunterschiede zwischen Oberfläche und Tiefe. Daher ist auch im Sommer eine kaltwassertaugliche Tauchausrüstung sinnvoll.


    Die Sichtweiten sind im Sommer häufig eingeschränkt. Algenwachstum und Schwebstoffe führen dazu, dass die Bedingungen unter Wasser weniger klar sind als in den anderen Jahreszeiten. Mit zunehmender Tiefe und sinkender Temperatur kann die Sicht jedoch deutlich besser werden. Im Sommer erreicht der Wasserstand meist seinen Höchststand, wodurch viele Einstiege einfacher zugänglich sind, sich aber auch Uferbereiche und Orientierung unter Wasser verändern können.


    Unter bestimmten Bedingungen zeigt sich der Bodensee im Sommer dennoch von seiner eindrucksvollsten Seite. Durch natürliche Prozesse mit Kieselalgen kann das Wasser eine intensive türkisfarbene Färbung annehmen, die dem See ein fast karibisch wirkendes Erscheinungsbild verleiht. Für Taucher bedeutet diese Phase jedoch größtenteils eingeschränkte Sicht.


    Gleichzeitig haben sich die Sichtverhältnisse in den letzten Jahren teilweise verändert. Ein Grund dafür ist die sogenannte Quaggamuschel, die sich im Bodensee stark ausgebreitet hat. Sie filtert große Mengen Wasser und entzieht dabei Nährstoffe. Das kann zu klarerem Wasser führen, verändert jedoch das ökologische Gleichgewicht und hat Auswirkungen auf die Nahrungskette im See.

    Mehr zur Quaggamuschel und ihren Auswirkungen


    An Land herrscht in dieser Zeit eine lebendige, sommerliche Atmosphäre. Am Bodensee ist Hauptsaison, entsprechend sind viele Orte stark frequentiert und gut besucht. Badegäste, Wassersport und Bootsverkehr prägen das Bild.

    Gleichzeitig sind schnelle Wetterwechsel mit Gewittern möglich, die bei der Planung von Tauchgängen berücksichtigt werden sollten.

    Für viele Taucher steht im Sommer das Erlebnis im Vordergrund. Schnuppertauchen, Ausbildung und erste eigene Tauchgänge spielen in dieser Zeit eine zentrale Rolle.

    Tauchen im Herbst am Bodensee

    Der Herbst zählt für viele zu den schönsten Zeiten am Bodensee. Weinreben und Obstbäume tragen reife Früchte, die Landschaft zeigt sich in warmen Farben und die tief stehende Sonne sorgt für eine besondere Lichtstimmung mit Blick auf das Alpenpanorama. Nach der Hauptsaison kehrt wieder mehr Ruhe ein, und viele Tauchplätze sind deutlich weniger frequentiert.


    Die Temperaturen an der Oberfläche sind oft noch angenehm, während sich die Bedingungen unter Wasser stabilisieren. Mit abnehmendem Algenwachstum verbessern sich die Sichtweiten häufig wieder, was den Herbst besonders attraktiv macht. Gleichzeitig beginnt sich die ausgeprägte Schichtung des Sommers aufzulösen. Das Wasser wird durchmischt, wodurch sich Temperaturunterschiede verringern und sich die Bedingungen im See angleichen.


    Gerade im sogenannten „goldenen Oktober“ zeigt sich der Bodensee oft von seiner besten Seite. Das Wasser ist noch vergleichsweise warm, und auch an Land herrschen meist sehr angenehme Bedingungen ohne große Hitze oder Schwüle.


    Im Herbst können jedoch auch Nebelphasen auftreten. Gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit für Starkwind und Sturmwarnungen. Tauchgänge, insbesondere mit dem Boot, sind daher nicht immer zuverlässig planbar und müssen bei entsprechenden Bedingungen gegebenenfalls verschoben werden. Mehr zu Starkwind und Sturmwarnung


    Im Vergleich zum Sommer ist der Bodensee deutlich ruhiger. Weniger Badegäste, Wassersportler und Bootsverkehr sorgen für entspannte Bedingungen sowohl an der Oberfläche als auch unter Wasser. Viele Boote werden aus dem Wasser genommen oder liegen bereits im Hafen und gehen in die Winterpause.


    Der Herbst eignet sich besonders für Taucher, die Wert auf gute Sicht, ruhige Bedingungen und angenehme Temperaturen an Land legen. Gerade in der Nebensaison lassen sich viele Tauchplätze ohne Trubel erleben. Im Herbst sinkt der Wasserstand langsam wieder ab, wodurch sich bekannte Orientierungspunkte leicht verändern können und teilweise etwas flacher liegen als im Sommer.


    Auch für Taucher, die ihre Fähigkeiten erweitern möchten, ist diese Jahreszeit ideal. Tieftauchen, Navigation, Nachttauchen oder geführte Tauchgänge lassen sich unter diesen Bedingungen besonders gut umsetzen.

    Tauchen im Winter am Bodensee

    Der Winter gilt für viele Taucher als beste Zeit im Bodensee. Die Sichtweiten sind oft besonders gut, das Wasser ist klar und ruhig. Gleichzeitig sind die Temperaturen niedrig, weshalb eine gute Kaltwasserausrüstung Voraussetzung ist. Ein Trockentauchanzug ist dringend zu empfehlen.

    Im Winter ziehen sich viele Fischarten in tiefere Wasserschichten zurück, wodurch im flacheren Bereich weniger Leben zu beobachten ist. Gleichzeitig bietet diese Jahreszeit ein besonderes Naturerlebnis unter Wasser.


    Ein Highlight ist die Laichzeit der Saiblinge, die überwiegend um Weihnachten stattfindet. In dieser Zeit halten sich die Fische in Tiefen von etwa 30 bis 40 Metern und tiefer auf. Die Männchen zeigen dabei eine besonders intensive Färbung, was für Taucher ein beeindruckendes Naturerlebnis darstellt.

    Im Bodensee gibt es zudem ausgewiesene Wintertauchplätze, die in der Regel von Oktober bis März freigegeben sind.
    Mehr zu den Regelungen für Wintertauchplätze


    Der Winter bietet außerdem eine besondere Ruhe unter Wasser und an der Oberfläche. Der See ist deutlich weniger frequentiert, es gibt kaum Badegäste und Schwimmer, allenfalls vereinzelt einen Eisbader, sowie insgesamt deutlich weniger Wassersport und Bootsverkehr. Im Winter ist der Wasserstand in der Regel am niedrigsten, wodurch viele Uferbereiche und Einstiege deutlich anders aussehen als in den Sommermonaten. Flachwasserbereiche dehnen sich aus, sodass man an einigen Tauchplätzen zunächst durch knietiefes Wasser waten muss, bevor eine geeignete Stelle zum Abtauchen erreicht wird.


    Ein besonderes Ereignis ist das traditionelle Dreikönigstauchen am 6. Januar, das jedes Jahr in Überlingen stattfindet und viele Taucher anzieht.


    Eistauchen ist im Bodensee aufgrund der klimatischen Bedingungen in der Regel nicht möglich. Der See war zuletzt im Winter 1962/63 vollständig zugefroren, ein als „Seegfrörne“ bezeichnetes Jahrhundertereignis. Zwar frieren Teilbereiche, insbesondere im Untersee, bei sehr kalten Wintern gelegentlich zu, eine geschlossene Eisdecke über den gesamten Bodensee tritt jedoch fast nie auf. Für Eistauchgänge weichen wir daher auf geeignete Gewässer in der Umgebung sowie auf Bergseen in den nahegelegenen Alpen aus.

    Der Winter zeigt den Bodensee von seiner ruhigsten und gleichzeitig eindrucksvollsten Seite.

    Für wen das Tauchen im Bodensee geeignet ist

    Der Bodensee bietet für Taucher aller Erfahrungsstufen passende Möglichkeiten. Es ist vor allem eine Frage, wann und wo man tauchen geht. Vom ersten Atemzug unter Wasser bis hin zum technischen Tauchen in größeren Tiefen findet hier jeder die passenden Bedingungen.


    Je nach Erfahrungsgrad unterscheiden sich dabei die Anforderungen und Möglichkeiten. Während Einsteiger und Sporttaucher eher in den wärmeren Monaten und an einfacheren Tauchplätzen unterwegs sind, nutzen erfahrene und technische Taucher den Bodensee ganzjährig und erschließen auch tiefere und anspruchsvollere Bereiche.


    Gleichzeitig ist der Bodensee auch für Durchreisende und Urlauber ein attraktives Tauchgewässer. Viele Tauchplätze sind gut erreichbar und ermöglichen es, auch spontan oder im Rahmen eines kurzen Aufenthalts tauchen zu gehen. Ausbildung und Freizeittauchen lassen sich dabei ideal miteinander verbinden.

    Einsteiger und Schnuppertauchen

    Auch ohne Vorerfahrung ist der Einstieg in das Tauchen im Bodensee möglich. An geeigneten Tauchplätzen können erste Erfahrungen sicher gesammelt werden. Für alle, die das Tauchen einfach einmal ausprobieren möchten, steht das Erlebnis im Vordergrund. Es geht darum, das erste Mal unter Wasser zu atmen, die Umgebung bewusst wahrzunehmen und ein Gefühl für das Tauchen zu entwickeln.

    Tauchanfänger und Tauchausbildung

    Wer das Tauchen von Grund auf erlernen möchte, findet im Bodensee ausgezeichnete Voraussetzungen. Gerade in den wärmeren Monaten sind die Bedingungen gut und ermöglichen einen entspannten Einstieg in den Tauchsport.

    Die Ausbildung im Süßwasser bietet dabei einige Vorteile:

    • Du lernst unter realistischen Bedingungen, auch bei eingeschränkter Sicht.
    • Du entwickelst früh ein gutes Gefühl für Orientierung und Tarierung.
    • Du wirst nicht von perfekten Bedingungen „getragen“, sondern lernst sauberes Tauchen.

    Gleichzeitig lernst du den Umgang mit hochwertiger, kaltwassertauglicher Ausrüstung kennen. Das hat einen großen Vorteil: Wer im Bodensee tauchen gelernt hat, empfindet das Tauchen im Meer später oft als deutlich entspannter und einfacher.

    Direkt nach der Tauchausbildung

    Nach Abschluss der Ausbildung kannst du den Bodensee direkt eigenständig erleben. Viele Tauchplätze sind auch für frisch brevetierte Taucher gut geeignet und bieten ideale Möglichkeiten, Routine zu sammeln und Sicherheit aufzubauen. Ein großer Vorteil: Du bist nicht auf Urlaubsreisen angewiesen, sondern kannst flexibel tauchen gehen.


    Der Bodensee ist damit nicht nur Ausbildungsgewässer, sondern gleichzeitig ein langfristig spannendes Tauchgewässer für die eigene Praxis. Gleichzeitig bietet der Bodensee optimale Voraussetzungen, um die eigene Ausbildung gezielt weiterzuentwickeln, beispielsweise in den Bereichen Navigation, Trockentauchen oder Nachttauchen.

    Fortgeschrittene Taucher

    Mit zunehmender Erfahrung eröffnet der Bodensee immer mehr Möglichkeiten im Freizeittauchen:


    • imposante Steilwände
    • historische Wracks und Relikte
    • abwechslungsreiche Tauchplätze mit unterschiedlichen Anforderungen

    Gleichzeitig bietet der Bodensee ideale Voraussetzungen, um die eigenen Fähigkeiten gezielt weiterzuentwickeln. Die Kombination aus Tiefe, Kaltwasser und realistischen Bedingungen macht ihn zu einem hervorragenden Trainingsgewässer für weiterführende Kurse wie Stress & Rescue, Tieftauchen oder Dekompressionstauchen.

    Erfahrene Taucher, technisches Tauchen und Tec-Ausbildung

    Mit zunehmender Erfahrung eröffnet der Bodensee anspruchsvolle Möglichkeiten im Freizeittauchen. Senkrecht abfallende Steilwände bis in große Tiefen, Wracks jenseits der 40 Meter und Tauchgänge außerhalb des klassischen Sporttauchbereichs machen das Gewässer besonders interessant für Taucher, die sich weiterentwickeln und neue Ziele erschließen möchten.


    Für alle, die diese Bereiche gezielt angehen möchten, bietet der Bodensee ideale Voraussetzungen für weiterführende Ausbildungen. Dazu zählen insbesondere Kurse im Bereich Extended Range sowie das Tauchen mit Kreislaufgeräten, die sich auch im Bodensee zunehmender Beliebtheit erfreuen.


    Die Kombination aus Tiefe, Kaltwasser und realistischen Bedingungen macht den Bodensee zu einem hervorragenden Umfeld für technisches Tauchen.


    Diese Tauchgänge erfordern Erfahrung, sorgfältige Planung und eine passende, spezialisierte Ausrüstung.

    Voraussetzungen für das Tauchen im Bodensee

    Grundsätzlich gibt es am Bodensee keine Vorgaben oder Zugangsbeschränkungen, wie man sie von anderen Gewässern kennt. Die üblichen Problematiken wie Eintritt, Schließzeiten, Bevorzugung oder Benachteiligung einzelner Gruppen oder Ähnliches gibt es nicht. 

    Auch wenn es keine allgemeingültigen Vorgaben zu Ausbildung, Ausrüstung oder Erfahrung gibt, bedeutet das nicht, dass das Tauchen im Bodensee ohne Regeln stattfindet. Es gelten klare Vorschriften und Rahmenbedingungen, die von allen Tauchern gleichermaßen zu beachten sind.

    Wenn du mit einem Buddy tauchen gehst, ist in der Regel keine Genehmigung erforderlich. Ausnahmen bestehen nur an einzelnen Tauchplätzen, beispielsweise am Teufelstisch. Tauchst du im Rahmen einer Tauchschule oder eines Vereins, können für bestimmte Ausbildungen oder Aktivitäten zusätzliche Voraussetzungen gelten. Dazu zählen insbesondere eine Mindestausbildung, Erfahrungsnachweise, ärztliche Atteste oder eine passende Ausrüstung.


    Wenn Tauchgänge selbstständig geplant werden, ist die eigene Verantwortung ein wesentlicher Bestandteil. Die geplanten Tauchgänge sollten immer zur eigenen Ausbildung, Erfahrung und Ausrüstung passen. Dazu gehören unter anderem:


    Der Bodensee kann je nach Jahreszeit, Wetter und Tauchplatz sehr unterschiedliche Bedingungen bieten. Eine gute Vorbereitung und Erfahrung sind daher entscheidend für sichere und entspannte Tauchgänge.

    Regeln und Vorschriften

    Auch wenn das Tauchen am Bodensee wie oben beschrieben grundsätzlich für alle möglich ist, gelten allgemeingültige Regeln und Vorschriften, die von allen Tauchern zu beachten sind.


    Dazu gehören unter anderem:

    Sicherheit beim Tauchen im Bodensee

    Der Bodensee gehört seit Jahrzehnten zu den meistbetauchten Binnengewässern im deutschsprachigen Raum. Schätzungen gehen von deutlich über 60.000 Tauchgängen pro Jahr aus. Das Einzugsgebiet reicht dabei weit über die unmittelbare Region hinaus. Neben lokalen Tauchern kommen regelmäßig Gäste aus ganz Deutschland sowie aus dem angrenzenden Ausland an den Bodensee, teils auch für einzelne Tauchgänge oder Tagesausflüge.


    Trotz dieses hohen Tauchaufkommens sind die Unfallzahlen vergleichsweise gering. Aktuelle Auswertungen zeigen, dass es im Jahr 2025 zu keinen gemeldeten Tauchunfällen kam, im Jahr zuvor wurden zwei Fälle registriert. Diese Zahlen verdeutlichen, dass der Tauchsport im Bodensee insgesamt ein sicheres Umfeld bietet.

    Gleichzeitig zeigt die Erfahrung aber auch, dass das Risiko nicht im Gewässer selbst liegt, sondern eher im Umgang damit. Die Bandbreite zwischen kleinen Fehlern und schwerwiegenden Folgen kann im Tauchsport gering sein. Umso wichtiger sind Erfahrung, eine passende Ausrüstung und ein verantwortungsvoller Umgang mit den eigenen Möglichkeiten.


    Sicheres Tauchen ist für uns daher kein Nebenthema, sondern fester Bestandteil. Deshalb sind wir auch Mitglied im "Arbeitskreis Sicheres Tauchen im Bodensee e. V.“. Einem gemeinnützigen Verein, der genau das tut, was sein Name vermuten lässt. Unabhängig davon arbeiten wir seit Beginn mit klaren Sicherheits- und Qualitätsstandards.


    Wo getaucht wird, lassen sich Unfälle jedoch nie vollständig ausschließen. Umso wichtiger ist es, im Ernstfall vorbereitet zu sein und die richtigen Schritte zu kennen.

    Ein klarer Notfallplan und das Wissen, was im Fall der Fälle zu tun ist, können entscheidend sein. Genau hier setzen weiterführende Ausbildungen an, die sich gezielt mit Notfallsituationen und deren Bewältigung beschäftigen.

    Im React-Right-Kurs lernst du die wichtigsten Maßnahmen der Ersten Hilfe speziell für Taucher. Du wirst darauf vorbereitet, in Notfällen richtig zu handeln, einschließlich Herz-Lungen-Wiederbelebung, Sauerstoffgabe und dem Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators. Die Ausbildung erfolgt praxisnah mit realistischen Übungsszenarien. Sie wird gemeinsam mit  Dr. med. Kim durchgeführt, Fachärztin für Allgemeinmedizin mit langjähriger Erfahrung in Rettungsmedizin und Tauchmedizin.

    Darauf aufbauend vertieft der Spezialkurs Stress & Rescue den Umgang mit Notfallsituationen beim Tauchen. Du lernst, Probleme frühzeitig zu erkennen, richtig zu reagieren und andere Taucher sicher zu unterstützen. Das Training erfolgt mit direktem Praxisbezug direkt im Bodensee unter realistischen Bedingungen, sodass du das Gelernte unmittelbar anwenden und Sicherheit im Umgang mit kritischen Situationen gewinnen kannst.

    Die folgenden Punkte geben dir einen Überblick über die wichtigsten Informationen für den Notfall:

    Notruf und Rettung

    Im Notfall zählt schnelle Hilfe. Rund um den Bodensee gelten je nach Land unterschiedliche Notrufnummern:

    • Notruf für Rettungsdienst, Feuerwehr, etc.: 112 (international)
    • Qualifizierter Krankentransport: 19222
    • Polizei Deutschland: 110
    • Polizei Schweiz: 117
    • Polizei Österreich: 133

    Da sich der Bodensee im Dreiländereck befindet, erfolgt die Rettung je nach Standort. Im Notfall sollte immer zuerst der Notruf gewählt werden.

    Notrufnummern der Tauchversicherungen

    Zusätzlich kann es sinnvoll sein, die eigene Tauchversicherung zu kontaktieren. Diese unterstützt bei der Organisation der weiteren Versorgung und der Abstimmung mit geeigneten medizinischen Einrichtungen und Druckkammern.

    • aquamed: +49 421 240 110-10
    • DiveAssure: +49 3222 109-5966
    • DAN Europe: +39 06 42115685
    • VDST: +49 69 80088616

    Kommt es zu einem Tauchunfall, können schnell hohe Kosten entstehen, insbesondere bei einer Druckkammerbehandlung. Diese werden nicht von allen Versicherungen übernommen und müssen im Zweifel selbst getragen werden.

    Eine spezielle Tauchversicherung ist daher sinnvoll und in vielen Fällen auch Voraussetzung, um im Ausland tauchen zu dürfen. Neben der Kostenübernahme übernimmt sie im Ernstfall auch die Koordination der medizinischen Versorgung. aqua med bietet spezialisierte medizinische Dienstleistungen im Bereich Tauch- und Reisemedizin, von der ärztlichen Notrufhotline bis zum professionellen Notfallmanagement mit integrierten Versicherungsleistungen.

    Druckkammer am Bodensee

    Bei einem Tauchunfall, insbesondere bei einer Dekompressionserkrankung, ist eine schnelle Behandlung in einer Druckkammer entscheidend. Die zentrale Anlaufstelle für den Bodenseeraum ist die Druckkammer im Helios Spital Überlingen. Sie wird in erster Linie zur Behandlung von Dekompressionskrankheiten bei Tauchunfällen benutzt. Ebenso wird die Druckkammer auch für Ausbildungs- und Weiterbildungszwecke genutzt und auch wir bieten regelmäßige Druckkammerseminare an.


    Helios Spital Überlingen
    88662 Überlingen, Härleweg 1
    Telefon: +49 7551 94770


    Alternative Versorgung

    Je nach Situation und Schwere des Unfalls kann auch eine weiter entfernte Druckkammer zum Einsatz kommen. Eine wichtige Einrichtung ist die BG Unfallklinik Murnau. Dort steht ein modernes Druckkammerzentrum mit 24 Stunden Bereitschaft zur Verfügung, das auch intensivmedizinische Behandlungen ermöglicht.


    BG Klinikum Murnau
    82418 Murnau am Staffelsee

    Notfallnummer: +49 8841 48-2686

    Das Druckkammerzentrum verfügt über mehrere Mehrpersonen-Überdruckkammern und ist ganzjährig rund um die Uhr einsatzbereit. Ein Hubschrauberlandeplatz ermöglicht schnelle Transportzeiten auch bei schweren Notfällen.


    Wichtiger Hinweis

    Welche Druckkammer im Ernstfall angefahren wird, entscheidet die Rettungsleitstelle. Die Versorgung erfolgt standortabhängig und kann auch grenzüberschreitend organisiert werden.

    Tauchunfälle

    Tauchunfälle sind im Bodensee selten, zeigen jedoch, wie wichtig eine gute Vorbereitung, eine gute Ausbildung, geeignete Tauchausrüstung sowie die richtige Einschätzung der Bedingungen sind.

    Ursachen für Tauchunfälle liegen häufig nicht im Gewässer selbst, sondern in Faktoren wie mangelnder Erfahrung, ungeeigneter Ausrüstung, Fehleinschätzung oder Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten sowie ungünstigen Bedingungen. Gerade im Bodensee gibt es einige Faktoren, die bei der Planung besonders beachtet werden sollten. Dazu zählen unter anderem kalte Wassertemperaturen, größere Tiefen sowie körperliche Anstrengung beim Ausstieg. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr spielt eine wichtige Rolle.


    Der Bodensee stellt je nach Jahreszeit und Tauchplatz unterschiedliche Anforderungen. Tiefe, Temperatur, Sichtverhältnisse und Wetter können einen Tauchgang deutlich beeinflussen und sollten bei der Planung immer berücksichtigt werden. Eine gute Vorbereitung und realistische Planung tragen wesentlich zur Sicherheit beim Tauchen im Bodensee bei.

    Tauchplätze

    Der Bodensee bietet eine Vielzahl unterschiedlicher Tauchplätze mit ganz eigenem Charakter. Von flachen Halden mit schönem Bewuchs, Unterwasserpflanzen und Fischen, über abwechslungsreiche Parcours bis hin zu senkrecht abfallenden Steilwänden und historischen Wracks findet jeder Taucher das passende Tauchziel.


    Je nach Erfahrungslevel, Jahreszeit und Zielsetzung unterscheiden sich die Tauchplätze deutlich in Anforderungen, Tiefe und Bedingungen.


    Ist der Bodensee für dich noch Neuland und möchtest du diese vielseitige Tauchregion entdecken, oder suchst du für deinen nächsten Tauchgang einen erfahrenen Buddy, dann sind unsere geführten Tauchgänge im Bodensee eine ideale Möglichkeit, sicher und entspannt abzutauchen.

    Wichtige Informationen zum Bodensee für Taucher

    Zahlen, Daten und Fakten zum Bodensee

    Der Bodensee ist ein weitläufiges und vielseitiges Gewässer und zählt als drittgrößter Binnensee Mitteleuropas zu den bedeutendsten Tauchregionen.

    Er liegt im Herzen Europas in der Vierländerregion Bodensee und in unmittelbarer Nähe zu den Alpen. Das Zusammenspiel aus imposanter Seewelt und alpiner Bergkulisse macht den besonderen Reiz aus. Seine Größe, Tiefe und Struktur prägen die Bedingungen unter Wasser und beeinflussen maßgeblich die Planung und Durchführung von Tauchgängen. Gleichzeitig sorgt diese Vielfalt dafür, dass jeder Tauchgang anders sein kann, von flachen Uferzonen bis hin zu tiefen und anspruchsvollen Profilen. Der Bodensee ist ganzjährig erlebbar und bietet an 365 Tagen im Jahr spannende Möglichkeiten für Einsteiger und erfahrene Taucher.

    Die folgenden Zahlen und Fakten geben einen kompakten Überblick über die wichtigsten Eigenschaften des Bodensees und deren Relevanz für Taucher.

    Größe, Tiefe und Dimensionen

    Der Bodensee gehört mit rund 536 km² Fläche zu den größten Seen Mitteleuropas, nach dem Plattensee in Ungarn und dem französisch-schweizerischen Genfer See. Der Obersee inklusive Überlinger See umfasst dabei etwa 473 km², der Untersee rund 63 km².


    Die maximale Tiefe beträgt 251 Meter und liegt zwischen Fischbach und Uttwil im Obersee.


    Mit einem Wasservolumen von etwa 48 km³ zählt der Bodensee zu den wasserreichsten Binnengewässern Europas. Das entspricht rund 48 Milliarden Kubikmetern Wasser und verdeutlicht die enorme Dimension dieses Gewässers. Zum Vergleich: Diese Wassermenge liegt über dem jährlichen Wasserverbrauch in Deutschland, der bei rund 32 Milliarden Kubikmetern liegt, und unterstreicht die Bedeutung des Bodensees als Trinkwasserspeicher für weite Teile der Region.


    Der Bodensee ist etwa 63 Kilometer lang und 14 Kilometer breit. Die größte Ausdehnung verläuft zwischen Bregenz und Ludwigshafen, die breiteste Stelle liegt zwischen Friedrichshafen und Arbon. Aufgrund dieser Größe ist der See so weitläufig, dass das gegenüberliegende Ufer stellenweise hinter dem Horizont verschwindet. Selbst bei bester Sicht ist es daher vom Ostufer aus nicht möglich, bis zum anderen Ende des Sees zu blicken. Von erhöhten Punkten wie dem Pfänder aus lässt sich der See hingegen nahezu vollständig überblicken.


    Zwischen Obersee und Untersee verbindet der rund 4 Kilometer lange Seerhein die beiden Seeteile miteinander. Im Bodensee liegen zudem mehrere Inseln, darunter die drei größten Reichenau, Lindau und Mainau, die das Landschaftsbild zusätzlich prägen.

    Der Bodensee zählt damit zu den größten und tiefsten Seen Mitteleuropas und bietet eine große Bandbreite an möglichen Tauchprofilen.

    Seebecken

    Der Bodensee gliedert sich in mehrere Teilbereiche mit jeweils unterschiedlichen Eigenschaften. Der größte Teil ist der Obersee mit rund 473 km², zu dem auch der Überlinger See gehört. Ergänzt wird er durch den deutlich kleineren Untersee mit etwa 63 km². Der See liegt auf einer Höhe von rund 395 Metern über dem Meeresspiegel.


    Die Tiefenverteilung im Bodensee ist sehr unterschiedlich. Während der östliche Bereich vor Bregenz durch die Sedimente des Alpenrheins vergleichsweise flach ist, nehmen die Tiefen in Richtung Seemitte und Überlinger See deutlich zu. Die größten Tiefenbereiche befinden sich im zentralen und westlichen Obersee sowie im Überlinger See.


    Besonders der Überlinger See ist für seine steil abfallenden Strukturen bekannt. Viele Tauchplätze erreichen hier bereits nach kurzer Distanz größere Tiefen. Teilweise sind die abfallenden Kanten schon vom Ufer aus erkennbar, an anderen Stellen folgen zunächst flachere Halden, bevor der Seegrund in steilere oder teilweise senkrechte Bereiche übergeht.


    Der Obersee zeigt insgesamt ein sehr abwechslungsreiches Profil mit flacheren Uferzonen, Halden und steileren Abschnitten. Der Untersee hingegen ist deutlich flacher und stellt ein eigenständiges Seebecken dar. Die durchschnittliche Tiefe liegt bei etwa 13 Metern. Nur im Bereich des Rheinsees werden Tiefen von rund 45 bis 46 Metern erreicht, während der Gnadensee mit maximal etwa 22 Metern deutlich flacher bleibt.

    Für Taucher bedeutet das: Je nach Seebereich unterscheiden sich Tauchgänge deutlich in Charakter, Tiefe und Anspruch. Während einige Tauchplätze flach beginnen und langsam abfallen, führen andere bereits nach kurzer Distanz in deutlich tiefere Bereiche. Der Großteil der anspruchsvolleren Tauchplätze befindet sich im Obersee, insbesondere im Überlinger See.

    Übersicht Seebecken und Tiefenstruktur des Bodensees

    Klicke auf die Grafik, um zur interaktiven Tiefenkarte zu gelangen. Dort kannst du dir für jeden Punkt im Bodensee die genaue Wassertiefe anzeigen lassen und die Unterschiede der einzelnen Seebereiche nachvollziehen.

    Projekt Tiefenschärfe (Institut für Seenforschung der LUBW)

    Zuflüsse

    Der Bodensee wird überwiegend durch den Alpenrhein gespeist, der rund zwei Drittel des Zuflusses liefert und große Mengen an Wasser und Sediment aus dem Alpenraum in den See einträgt. Insgesamt fließen mehr als 200 Gewässer in den Bodensee, darunter die Bregenzer Ach, die Argen, die Schussen und die Dornbirner Ach. Der Abfluss erfolgt über den Hochrhein bei Stein am Rhein.

    Das Einzugsgebiet umfasst rund 11 500 km² und liegt größtenteils im Alpenraum. Es reicht bis an die Grenze zu Italien und prägt den Wasserhaushalt des Bodensees maßgeblich. Die mittlere Wasserführung liegt bei etwa 370 m³ pro Sekunde. Das entspricht rund 370 000 Litern Wasser pro Sekunde oder etwa 2000 Badewannen beziehungsweise knapp 4 großen Swimmingpools.

    Der Wasserstand des Bodensees wird durch dieses alpine Einzugsgebiet bestimmt und unterliegt natürlichen Schwankungen. Im Winter sind die Pegelstände meist am niedrigsten, da Niederschläge in den Alpen als Schnee gebunden sind. Im Frühsommer steigen die Wasserstände durch die Schneeschmelze deutlich an. Insgesamt kann der Wasserstand im Jahresverlauf um mehr als 2 Meter variieren.

    Im östlichen Bereich des Bodensees, insbesondere vor Bregenz, ist das Wasser vergleichsweise flach. Ursache dafür sind die vom Alpenrhein eingebrachten Sedimente, die sich über lange Zeiträume abgelagert haben. Jährlich transportiert der Alpenrhein rund 3 Millionen Kubikmeter Geschiebe in den See. Diese Menge entspricht in etwa der Ladung eines Güterzugs, der vom Bodensee bis zur Südspitze Spaniens reichen würde.


    Durch die Begradigung des Rheins wurde die Mündung in einen flacheren Bereich verlagert. Dort lagerten sich die Sedimente zunehmend ab und führten zur Bildung eines Deltas. Um diese Entwicklung zu begrenzen und den Abfluss zu regulieren, wurde der Alpenrhein im Mündungsbereich neu geführt. Ein rund 5 Kilometer langer Damm lenkt das Wasser heute weiter in den Bodensee hinaus, sodass die Sedimente wieder verstärkt in tiefere Bereiche transportiert werden.

    Für Taucher bedeutet das: Je nach Region unterscheiden sich Struktur, Untergrund und Tiefe deutlich. Während im Bereich des Alpenrheins flachere und sedimentgeprägte Zonen vorherrschen, fallen andere Bereiche des Bodensees deutlich schneller in größere Tiefen ab. Zuflüsse und Niederschläge beeinflussen zudem die Bedingungen unter Wasser und können die Sichtverhältnisse spürbar verändern.

    Lage, Ufer und Länder

      Der Bodensee liegt im Herzen Europas und erstreckt sich über Deutschland, Österreich und die Schweiz.

      Die rund 273 Kilometer lange Uferlinie verteilt sich dabei unterschiedlich auf die Anrainerstaaten: Etwa 173 Kilometer entfallen auf Deutschland, davon rund 155 Kilometer auf Baden-Württemberg und etwa 18 Kilometer auf Bayern. Österreich ist mit rund 28 Kilometern Uferlänge vertreten, vollständig im Bundesland Vorarlberg. Auf die Schweiz entfallen rund 72 Kilometer Uferlinie, die sich auf die Kantone Thurgau mit etwa 55 Kilometern und St. Gallen mit rund 17 Kilometern verteilen. Der Kanton Schaffhausen gehört zwar zur Bodenseeregion, liegt jedoch am Hochrhein, der aus dem Bodensee abfließt. Bei Stein am Rhein verlässt der Rhein den Bodensee und durchfließt den Kanton Schaffhausen. Am Rheinfall bei Schaffhausen wird die Kraft des Wassers besonders deutlich: Hier stürzen die Wassermassen rund 23 Meter in die Tiefe.


      Oft wird auch von der Vierländerregion Bodensee gesprochen. Neben den drei Anrainerstaaten gehört dazu das Fürstentum Liechtenstein, das zwar nicht direkt am See liegt, aber eng mit der Region verbunden ist.


      Eine Besonderheit des Bodensees ist die Grenzregelung: Im Obersee existiert kein einheitlich festgelegter, rechtlich verbindlicher Grenzverlauf zwischen den Anrainerstaaten. Stattdessen wird der See als gemeinsames Hoheitsgebiet betrachtet. Diese Regelung ist in Europa einzigartig.


      Für Taucher besonders relevant sind die Autofährverbindungen, die verschiedene Uferbereiche miteinander verbinden. Zu den wichtigsten zählen die Verbindung zwischen Konstanz und Meersburg sowie die Strecke Friedrichshafen–Romanshorn. Beide ermöglichen eine flexible Planung von Tauchgängen auf unterschiedlichen Seeseiten.


      Die Uferbereiche des Bodensees sind sehr unterschiedlich ausgeprägt und reichen von flachen Kies- und Sandufern bis hin zu steil abfallenden Bereichen. Für Taucher hat dies direkten Einfluss auf Einstiegsmöglichkeiten, Untergrund, Orientierung und den Verlauf des Tauchgangs. Während naturnahe Ufer oft einen einfachen Ein- und Ausstieg ermöglichen, erfolgt der Zugang in verbauten Abschnitten meist über Leitern oder Treppen, was insbesondere bei Wind und Wellen sicherheitsrelevant sein kann.


      Im Zuge von Siedlungs- und Infrastrukturbau sowie Hochwasserschutz wurde das Ufer vielerorts stark verändert. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass rund 41 % des Bodenseeufers noch einen natürlichen bis naturnahen Zustand aufweisen. Etwa 20 % gelten als beeinträchtigt, während rund 39 % der Uferbereiche durch Verbauungen so stark verändert sind, dass sie als naturfern bis naturfremd eingestuft werden. Besonders am Obersee sind viele Abschnitte durch Ufermauern, Aufschüttungen, Häfen oder Bebauung geprägt, während der Untersee insgesamt naturnäher ist.


      Gleichzeitig gibt es seit Jahrzehnten gezielte Maßnahmen zur ökologischen Verbesserung der Uferbereiche. Die seit den 1970er Jahren umgesetzten Renaturierungen haben in allen Fällen zu einer ökologischen Aufwertung geführt. Dabei werden natürliche Strukturen wie Schilfzonen wiederhergestellt und Lebensräume nachhaltig verbessert. Von diesen Maßnahmen profitiert die Flora und Fauna des Bodensees direkt, da natürliche Lebensräume erhalten, wiederhergestellt und langfristig verbessert werden.

      Interaktive Uferbewertung des Bodensees
      (zeigt den Zustand der einzelnen Uferabschnitte von naturnah bis stark verändert)

      Fische im Bodensee


      Der Bodensee ist ein vielfältiger Lebensraum für mehr als 30 Fischarten sowie zahlreiche weitere Tier- und Pflanzenarten. Für Taucher zeigt sich diese Vielfalt jedoch nicht überall gleich, sondern stark abhängig von Tauchplatz, Tiefe, Tageszeit und Jahreszeit.


      In ufernahen Bereichen begegnet man häufig Arten wie Barsch, Hecht, Karpfen oder Schleie. Diese Zonen sind meist strukturreich und bieten durch Pflanzenbewuchs und Untergrund viele Versteckmöglichkeiten. Während viele Fische in den wärmeren Monaten eher in den oberen Wasserschichten anzutreffen sind, ziehen sie sich mit sinkenden Temperaturen zunehmend in tiefere Bereiche zurück.


      Im Freiwasser und in uferfernen Bereichen zeigt sich ein anderes Bild. Hier dominieren vor allem frei schwimmende Arten wie Felchen, die oft in größeren Schwärmen unterwegs sind. Auch Seeforellen bewegen sich regelmäßig im offenen Wasser und nutzen die Weite des Sees.

      Diese Freiwasserbereiche wirken für viele Taucher zunächst ruhig oder leer. Mit etwas Geduld und den passenden Bedingungen sind jedoch auch hier interessante Beobachtungen möglich.


      Besonders spannend wird die Unterwasserwelt bei Nachttauchgängen. Einige Arten wie der Aal oder die Quappe (im Bodensee Trüsche genannt) sind überwiegend nachtaktiv und zeigen sich dann deutlich häufiger. Auch Zander und Wels werden mit zunehmender Dunkelheit aktiver und verlassen ihre Verstecke auf Nahrungssuche.

      In tieferen und kälteren Bereichen des Sees trifft man zudem auf spezialisierte Arten wie den Tiefseesaibling, die an die besonderen Bedingungen im Bodensee angepasst sind. Gerade in den Wintermonaten ergeben sich hier besondere Einblicke, insbesondere während der Laichzeit  um die Weihnachtszeit. Während sie die Saiblinge sonst überwiegend in größeren Tiefen aufhalten, steigen sie in dieser Phase in Bereiche von etwa 30 bis 35 Metern auf und zeigen eine besonders intensive Färbung.


      Ergänzt wird das Artenspektrum durch typische Flussfische wie Regenbogenforelle und Seeforelle, die durch die Zuflüsse mit dem See verbunden sind und ebenfalls Teil dieses Ökosystems sind.

      Für Taucher bedeutet das: Jeder Tauchgang kann völlig unterschiedliche Eindrücke bieten, abhängig von Zeitpunkt, Tiefe und Umgebung. Die Zusammenhänge zwischen Lebensraum, Verhalten und äußeren Einflüssen sind jedoch deutlich komplexer, als es auf den ersten Blick erscheint.

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      Viele Zusammenhänge unter Wasser bleiben beim Tauchen zunächst verborgen. Wer den Bodensee wirklich verstehen möchte, erkennt schnell, dass hinter jedem Tauchgang deutlich mehr steckt.


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      • wie Süßwasserökosysteme aufgebaut sind und funktionieren
      • welche Rolle Fische, Pflanzen und Kleinstlebewesen im Gleichgewicht spielen
      • wie sich Jahreszeiten und Umweltfaktoren auf das Leben unter Wasser auswirken
      • welchen Einfluss du selbst als Taucher auf diese sensiblen Systeme hast

      Du entwickelst ein deutlich besseres Verständnis für das, was du unter Wasser siehst und nimmst Tauchgänge bewusster und intensiver wahr.

      Tauchregeln & Sicherheit


      Informiere dich über wichtige Tauchregeln am Bodensee, von der Alpha-Flagge über den Abstand zu Häfen bis hin zur Sturmwarnung und praktischen Verhaltenstipps für sicheres Tauchen im See.


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